Februar 10

Ich bin keine Heldin!


Dieses Selbstbild trug ich in mir. Bis vor kurzem.
Wenn ich mir Lebensgeschichten von Menschen, vorwiegend von Frauen anhörte oder las, die schon so viel durchgemacht hatten, die durch die tiefsten Tiefs durchgegangen sind und jetzt wie Heldinnen dastanden, kam mir dieser Gedanke.
Ich bin keine Heldin!
Unglaublich, welches Schicksal sie ertrugen, was sie alles erlebt hatten und wie sie heute mit ihrem Schicksal umgehen, da kann ich nicht mithalten.
Was die alles geschafft haben, mit welcher Klarheit und mit welchem Selbstverständnis sie ihre Ziele verfolgten, echt Weltklasse!
Da bin ich ja weit davon entfernt!

Viel zu normal, ohne jegliche Schwierigkeiten, als erstes Kind eines Ehepaares, er Deutscher, sie Österreicherin, die sich in der Schweiz kennengelernt hatten, erlebte ich eine sehr unspektakuläre Kindheit.

Alles nach Plan, maturiert, verliebt, getrennt, nach der Ausbildung in der Schweiz zu arbeiten begonnen, um zu vergessen.

Mit viel Heimweh im Herzen wieder nach Graz gekommen, um die erste große Liebe zu heiraten und Mutter zu werden.

Wieder nix mit Glück in der Liebe, aber ist halt so. Das passiert sehr vielen Frauen, mit Kind alleine durchkommen zu müssen.

2. Versuch einer Ehe, 3 Kinder kommen ziemlich knapp hintereinander und die Liebe hält! Na bitte, geht doch!

  • Nichts Besonderes halt!
  • Eh alles normal und so, wie es sich gehört!
  • Absolutes Standardleben!
  • Keine Heldengeschichten!
  • Ergo, keine Heldin!
Ich bin keine Heldin_
Ich bin keine Heldin_

Bis mir eine liebe Kollegin bei einem Coaching eine Frage stellte, die mein Selbstbild ins Wanken brachte!

Sie fragte mich nach meinen 10 einprägsamsten Erlebnissen in meinem bisherigen Leben!

Und ich überlegte!

Ich kehrte in mich und ließ ganz bewusst mein Leben Revue passieren!

Und da kamen sie zum Vorschein, meine Heldengeschichten!

Und im Gepäck viele Tränen, weil ich erkannt habe, wie wertlos ich mich all die Zeit über gefühlt habe. Ich habe mich selbst zur Unheldin gemacht!

10 Erlebnisse, in denen ich nicht respektvoll behandelt wurde, wo Menschen es nicht ehrlich mit mir meinten, wo ich Todesängste um liebe Angehörige hatte, wo meine Vorstellung von Beziehung mit Füßen getreten wurde, wo mir gesagt wurde, ich hätte nichts zu sagen, wo ich keine finanzielle Sicherheit hatte, wo ich mich geschämt habe, weil mein Vater Alkoholiker war, wo ich mich geschämt habe, dass meine erste Ehe nicht gehalten hat, wo ich meine Tochter fast verloren hätte, wo ich die Beziehung zu meinem ältesten Sohn fast verloren hätte und wo ich mich klein und wertlos fühlte.

Ich bin keine Heldin

Das Ergebnis:

Ich bin hier! Ich bin glücklich!
Dank meiner Stärke, meines Vertrauens und meines Mutes ist alles gut ausgegangen!
Ich hab mich nie aufgegeben, weil ich eine unerschütterliche Lebensessenz in mir immer gespürt habe.
Ich lebe ein Leben, das schon ziemlich nah an meinen Vorstellungen eines erfüllten und glücklichen Lebens dran ist!
Und ich gebe nicht auf, bis ich dort bin, wo ich sein möchte.
Ich bin es mir wert!

Bei meiner Kollegin sah ich die Heldin, meine innere Heldin!

Eine Heldin, die ein stinknormales Leben führt!


Und ich sah die Heldin, die dafür brennt, in jeder „stinknormalen“ Frau die Heldin zum Leben zu erwecken!

Meine Mission wurde geboren!


Meine Liebe, lebe dein Leben, so, wie du es möchtest.

Du bist da um glücklich zu sein, um deine Heldin in dir zu erkennen.

Nimm sie an und spür sie!

Sie ist ziemlich groß! Ich weiß das!

Und glaub mir, stinknormal bist du sicher nicht!

Du bist einzigartig!


In diesem Sinne

Alles Liebe

Martina

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